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Bilder verstehen, hinter Bilder blicken, Absichten erkennen zu lernen, ist ein Motiv unseres "w@lz-kinos". Aber nicht nur das: Genauso wie es schwierig ist, und Fähigkeiten erfordert, in die unterschiedlichsten Sprachen von Literaten einzutauchen, die Kraft aufzubringen, ein Buch nicht nach wenigen Seiten wegzulegen ("das versteh ich nicht"), genauso gibt es andere, leisere, langsamere Bilder als jene, an die wir durch das Hollywood-Kino gewöhnt sind. w@lz-kino zeigt diese andere Bilder und will v.a. Lust machen und Neugier wecken: "Da gibt es ja mehr, anderes". Es gibt einen anderen Blick eine andere Sichtweise, eine, die ich nicht kenne, die mich vielleicht überrascht, die mich aber nicht ängstigt. w@lz-kino will keinen Film-Kanon anbieten ("die 20 wichtigsten Filme"), sondern einen Einstieg zeigen.
Christoph Chorherr

Bisher gespielt:

  • Gurbet - in der Fremde (Kenan Kiliç, Österreich, 2008) - die Geschichte von neun ArbeitsmigrantInnen aus der Türkei, die ab 1964 nach Österreich gekommen sind. Der Film begleitet sie in ihren Erinnerungen sowohl in der Türkei als auch in Österreich und folgt ihrem Leben bis zur Gegenwart. Außerdem greift der Film einen nicht unwesentlichen Teil der österreichischen Geschichte auf: den Umgang mit den MigrantInnen und ihr Leben in Österreich.
  • Waltz With Bashir (Ari Folman, Israel, Frankreich, Deutschland, 2008) - ein dokumentarischer Trickfilm aus der Perspektive des Regisseurs Ari Folman, der 1982 während des ersten Libanonkrieges im Libanon stationiert war. Er verarbeitet die Massaker von Sabra und Schatila.
  • Second Civil War (Joe Dante, USA, 1997) - Eine bissige Komödie über den fernseh-getrieben Konflikt zwischen einem erbärmlich schwächlichen US-Präsidenten und seinem Widersacher, einem Gouverneur, der die Grenzen zu seinem Land sperrt;
  • Long Night's Journey Into Day (Deborah Hoffmann, Frances Reid, USA, 2000) - Dokumentation über die "Truth commission" in Südafrika, die Verbrechen aus der Apartheid Ära aufklären sollte;
  • Underground (Emir Kusturica, Jugoslawien/F/D/I, 1995) - Ein viel zuwenig bekannter Film, der eine sarkastisch tragische Komödie über die Entwicklung Jugoslawiens nach dem 2. Weltkrieg erzählt.
  • Elsewhere (Nikolaus Geyrhalter, A, 2001) - Kurze Momente von anderswo
  • Darwin's Nightmare (Hubert Sauper, F/A/B, 2004) - eine Geschichte über Menschen aus dem Norden und dem Süden, über Globalisierung und über eine humanitäre und ökologische Katastrophe
  • Operation Spring (Schuster/Sindelgruber, A, 1990) - Dokumentarthriller über die größte kriminalpolizeiliche Aktion in Österreich seit 1945
  • Zeit zu gehen ( Anita Natmeßnig, A, 2006) - ein Dokumentarfilm über das große Tabu unserer Zeit: das Sterben. Nicht Sterben als Sensation, sondern Sterben als Alltag – und als Geheimnis. Gedreht wurde 3 Monate lang im CS Hospiz Rennweg.

„… irrsinnig interessant und niveauvoll! Meiner Meinung nach eine sehr gute Mischung aus Dokumentation und Spielfilm. Mit sehr viel Hintergrund zum Nachdenken, den ich bei vielen anderen Filmen vermisse…“ (Max Stumm, Epsilon-Jahrgang)

„Dadurch, dass die Filme meistens politisch orientiert und auf Englisch sind, hats gleich mehrere Vorteile: man bildet sich politisch weiter, lernt Englisch und hat Abwechslung zum w@lz-Alltag“. (Simone Fürst, Zeta-Jahrgang)