Häufige Fragen

Wie kann ich die Walz kennenlernen?

Einmal im Jahr findet unser Tag der offenen Tür statt. Hier werden Projekte vorgestellt, es gibt Mitmach-Stationen und man kann sich von Walzist:innen durch die Schule führen lassen.

Bei den Informationsabenden gibt es für interessierte Eltern und Jugendliche die Möglichkeit, sich über die Walz, das Programm und die Kosten zu informieren und sich für den Aufnahmetag anzumelden.

Jeder Jahrgang bereitet mindestens einmal pro Jahr ein Theaterstück vor. Die Aufführungen sind öffentlich und eine wunderbare Gelegenheit, die Walz von einer anderen Seite kennenzulernen!

Alle Termine findest du hier.

Jährlich erscheint unser Magazin mit Einblicken in unser Schuljahr und was uns pädagogisch bewegt.

Wie läuft das Aufnahmeverfahren ab?

Am Anfang steht das Anmeldeformular. Ab Mitte November (nach dem Tag der offenen Tür) vereinbaren wir mit den interessierten Jugendlichen für den neuen Jahrgang telefonisch das persönliche Aufnahmegespräch, zu dem wir auch die Eltern bitten. Ab Jänner folgt die Zu- oder Absage.

Die einzelnen Schritte und den aktuellen Stand findest du unter Aufnahme.

Wann kann ich in die Walz gehen?

Die Walz beginnt mit der 9. Schulstufe (5. Gymnasium). Du bewirbst dich, während du die 8. Schulstufe besuchst, und musst sie im selben Jahr positiv abschließen (keine Aufstiegsklausel). Später ist, sofern Platz im Jahrgang ist, ein Quereinstieg möglich.

Den Schulvertrag mit allen Rahmenbedingungen findest du unter Voraussetzungen.

Ist ein Quereinstieg möglich?

In den ersten drei Walzjahren, also der 9., 10. und 11. Schulstufe, kannst du an die Walz wechseln. Nachdem das Anmeldeformular ausgefüllt ist, melden wir uns für ein persönliches Gespräch, um die individuelle Situation abzuklären, und für einen Aufnahmetermin, zu dem auch deine Eltern kommen sollen.

Ob gerade Plätze frei sind, steht unter Voraussetzungen.

Was kostet die Walz?

Die Walz finanziert sich zu einem großen Teil selbst. Daher müssen wir Schulgeld einheben. Eine Aufschlüsselung findest du hier.

Im Bedarfsfall stehen Stipendien zur Verfügung.

Gibt es Stipendien?

Ja. Dank privater Spenden und der Initiative „Ehrensache Walz“ gibt es ein Kontingent an Teilstipendien, das auf mehrere Jugendliche aufgeteilt wird. Im Bedarfsfall kann ein Antrag mit Einkommensnachweisen und Begründung gestellt werden. Melde dich dafür bei office@walz.at.

Mehr dazu unter Stipendien.

Mit welchem Abschluss endet die Walz?

Mit der Matura, abgelegt als Externistenreifeprüfung. Die Walz hat Öffentlichkeitsrecht und orientiert sich am Lehrplan eines Oberstufenrealgymnasiums mit Bildnerischem Gestalten und Werkerziehung.

Welche Prüfungen wann anstehen, steht im Curriculum.

Zusätzlich erhalten unsere Jugendlichen jedes Jahr einen Jahresbericht, in dem alle Praktika, Projekte und Reisen angeführt sind. Dies hat schon vielen Jugendlichen die Tür zu Universitäten mit selektiven Aufnahmeverfahren geöffnet.

Wieso gibt es Externistenprüfungen?

Die Walz hat ein Öffentlichkeitsrecht, warum den Aufwand betreiben, die Leistungsbeurteilung extern durchzuführen?

Ein wichtiges Prinzip der Walz ist es, dass die Personalunion von Vorbereitenden und Prüfenden aufgehoben ist. In keiner Sportart ist bei einem Turnier der/die Trainer:in auch der/die Schiedsrichter:in, oder?

Die Externistenprüfungen erfüllen darüber hinaus auch einen anderen Zweck. Vordergründig geht es bei Prüfungen um die Beherrschung des Stoffs; die Überprüfung soll möglichst objektiv ablaufen – das Argument „Der/die mag mich nicht“ wird entkräftet. Zusätzlich bereitet dieser Modus auf eine mögliche Uni-Karriere vor. Um sich das umfangreiche Wissen eines Gegenstandes aneignen zu können, steht ein Fach geblockt auf dem Stundenplan. In einer intensiven Unterrichtsphase werden verschiedene Themengebiete durchgenommen, wobei je nach Fach der Stoff von zwei bis vier Jahren behandelt und erarbeitet wird. Bei der externen Prüfung müssen die Jugendlichen dann beweisen, dass sie den Stoff im gesamten Umfang beherrschen.

Wann findet der Unterricht statt?

In der Walz findet der Unterricht zwischen 08:30 und 16:30 in vier 90-Minuten-Einheiten statt. Zwischen den Einheiten gibt es ausgedehnte Pausen (mindestens 30 Minuten). Am Mittwoch ist bereits nach der 3. Einheit Schluss, da endet die Walz um 14:30.

In der Walz wirst du voll verpflegt. In der ersten Pause, zwischen 10:00 und 10:30, gibt es Frühstück, in der Mittagspause zwischen 12:00 und 13:00 Mittagessen und am Nachmittag, zwischen 14:30 und 15:00, eine kleine Jause.

Gibt es in der Walz Hausaufgaben?

Nein. Jede Einheit dauert 90 Minuten, in den Einheiten wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern es wird auch das Gelernte geübt und vertieft. In der Intensivphase vor den Prüfungen ist es jedoch nötig, auch außerhalb der Walzzeiten zu lernen und zu üben. Zusätzlich kannst du in den ausgedehnten Pausen deine Fragen an die jeweiligen Projektleiter:innen richten und dich auch abprüfen lassen, damit du gut gerüstet zu den Externistenprüfungen antreten kannst.

Wie viele Jugendliche sind in einem Jahrgang?

Rund 25 Jugendliche. Die Walz hat fünf Jahrgänge dieser Größe. Jeder Jahrgang hat über die gesamte Walzzeit ein:e Mentor:in, diese:r begleitet auf Reisen, fördert Stärken und unterstützt die Entwicklung der Jugendlichen.

Wie ist das mit den Reisen?

Während der Walzzeit finden mehr als 15 Projekte außer Haus, im Inland und im Ausland statt. Reisen sind ein zentraler Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Walz. Wer in anderen Lebenswirklichkeiten und Ländern nicht nur zu Besuch ist, sondern mitarbeitet und mithilft, erlebt die Welt anders. In sozialen und ökologischen Praktika bringen sich die Jugendlichen ein und geben etwas zurück.

Auch beim Spracherwerb heißt es: „learning by doing“. Bei den Sprachprojekten im englischsprachigen Raum und im Land der zweiten Fremdsprache (Spanisch oder Französisch) wird schnell klar, wofür man das Gelernte braucht und wofür man eigentlich lernt! Eine Sprache aus dem Lehrbuch zu lernen ist das eine, das andere ist, plötzlich unvorhergesehene Fragen stellen zu müssen oder selbst welche gestellt zu bekommen.

Für einen Überblick schau in unser Curriculum, die genauen Daten sind immer beim jeweiligen Jahrgang im Projektplan zu finden.

Was heißt eigentlich Walz?

Walz ist das mittelalterliche Gesellenwandern, die Tradition, einige Jahre in die Fremde zu reisen, dort zu arbeiten, um die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert war die Wanderpflicht eine Vorbedingung für die Zulassung zur Meisterprüfung. Dieses Lernen und Arbeiten wollen wir ins 21. Jahrhundert holen.

Warum ist die Walz Smartphone-freie Zone?

Jonathan Haidt beschreibt in seinem Buch Generation Angst, dass übermäßiger Smartphone-Gebrauch besonders bei jungen Menschen zu Einsamkeit, sozialer Isolation und erhöhter Angst führen kann (The Atlantic Artikel zum Buch). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt sogar, dass mehr als 10 Prozent der Jugendlichen an Smartphone-Sucht leiden. Um dem entgegenzuwirken, ist die Walz seit 2017 eine Smartphone-freie Zone. Dies hilft, das Gefühl von FOMO (Fear of Missing Out) zu vermeiden, da niemand während der Pausen sein Handy nutzt. Ein weiteres Ziel ist es, die Aufmerksamkeitsspanne der Schüler:innen zu verbessern, da sie sich ohne ständige Ablenkung besser konzentrieren können – eine wesentliche Fähigkeit, um die Matura erfolgreich zu bestehen. Besonders im Jugendalter ist die Peer-Group von großer Bedeutung. In einer Smartphone-freien Umgebung lernen die Schüler:innen, sozial zu sein und echte, zwischenmenschliche Kommunikation zu pflegen, was für ihre soziale und emotionale Entwicklung entscheidend ist.

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